Schuljahr 1934/1935

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Aus der Schulchronik Abstetten:

17.9.
Beginn des Schuljahres 1934/35 mit dem ortsüblichen Schulgottesdienste. Nach demselben versammeln sich die Schulkinder in der Klasse, wo ihnen die Sitzplätze angewiesen werden. Nachdem Frau Gruber mit 1. Aug. 1934 freiwillig aus dem Lehrstande ausgetreten ist, kam an ihre Stelle Frau Werner Feodora aus Purrath. Herr Kammerer war im Schuljahre 1933/34 prov. Leiter der Schule Ollern. Nachdem nun die Stelle besetzt war, kam er nach Abstetten zurück.
19.9.
Frl. Hildegard Dietz wird ebenfalls der Schule Abstetten als Lehrerin zugewiesen. Die Herrlichkeit dauert nicht lange,
21.9.
denn am 21. September wird Herr Kammerer telephonisch von Abstetten abberufen und kommt als provisorischer Leiter nach Greifenstein a.d. Donau. Die Verteilung der Klassen geschieht nun wie folgt. Die I. Klasse übernimmt Frau Werner. Die II. Klasse übernimmt Frl. Hildegard Dietz und in der 3. Klasse unterrichtet Herr Oberlehrer Albert Moll.
26.9.
Herr Pfarrer geht zum Herrn Inspektor und beschwert sich, daß die Kinder der III. Kl. während des Unterrichtes keine Ruhe geben. Jeder muß Disciplin selber halten.
28.IX.
Ein sehr heißer Tag. Um 12h in der Sonne 38° C.

2.-7.X.
Frl. Dietz an Angina erkrankt.
6.X.
Die Sammlung der V.F. für das Dollfuß-Denkmal ergab in den K. Gemeinden folgende Beträge: A. 25 S, D 14.60 R. 18 S, G 13 S P. 18.70 S zusammen 89.30 S.
9.X.
Beicht u. Kommunion der Schulkinder.

23.XII.-7.I.
Laut Erlaß des B.S.R. beginnen die Weihnachtsferien am 23. Dezember u. dauern inclusive bis am 7. Jänner. Dafür werden die 2 Ferialtage in den Semesterferien entfallen.

9.II.
Semesterschluß. Das 2. Semester des Schuljahres beginnt am Montag den 11.II. Bedeutende Winterkälte war am 11. Jänner mit -19° C und am 12. Jänner mit -12°C. Sonst war der Dezember, Jänner und Feber sehr milde, sehr geringe Kälte und fast gar keinen Schnee.
22.II.
Frau Werner kompetiert nun die Stellen Heiligeneich u. Abstetten.
26.II.
Beichte und Kommunion der Schulkinder II. und III. Klasse frei.

20.3.
Ergebnis der Winterhilfe an der Schule in Abstetten. H. Moll 10 S, Frau Werner 5 S, Frl. Dietz u. die Handarbeitslehrerin je 2.50 S. Die Schulkinder 9.62 S zusammen eingeschickt 29.62 S.
6.3.
hat es in der Früh -10° C und am 7.III. hat es in der Früh -15° C eine seltene Kälte zu dieser vorangeschrittenen Jahreszeit.
22.III. bis 27.III.
Grippeepidemie viele Kinder fehlen infolgedessen in allen drei Klassen.

24.IV.
Fräulein Hilde Dietz wird von der Schule Abtetten an die Schule Seebarn versetzt. An ihre Stelle kommt Herr
24.4.
Lehrer Schroth Josef von Absdorf nach Abstetten und übernimmt den Unterricht in der 2. Klasse.

1.5.
Der Gedenktag an die neue Verfassung, der zugleich Staatsfeiertag ist, wird sehr würdig. Um ½ 8 Uhr wird in der Kirche ein feierliches Hochamt abgehalten. An demselben nehmen teil: die Gemeindevertretung, der Ortschulrat, die beiden Feuerwehren, der Kameradschaftsverein, der kath. Burschenverein, die Sturmschärler und die Schüler aller drei Klassen.
Zum erstenmale wurde die Schulfahne, auf welcher das Kruckenkkreuz angebracht wurde, vorangetragen. Nach dem Gottesdienste der 5/4 Stunden dauerte, wurde die Bundeshymne alle 3 Strophen gesungen. Hierauf begaben sich die Schulkinder in die 3. Kl. Riesig große Schneeflocken fielen in einer solchen Dichte herunter, daß bald alles weiß davon war. In der 3. Klasse sangen die Kinder das Lied „Wir Jungen stehn bereit“. Dann hielt Herr Oberlehrer eine Ansprache an die Schulkinder, in welcher er über die neue Verfassung das Wichtigste mitteilte. Nach beendeter Ansprache sangen die Kinder die Bundeshymne und wurden dann entlassen.
3.V.
In der Früh zeigt das Thermometer -4° C. Große Frostschäden in den Obst- und Weingärten werden gemeldet.
4.V.
Neuerlich Kälte in der Früh. Das Thermomater zeigt 2-3° C unter Null. Die Kälte ist weniger intensiv. Die Schäden sind geringer als am Tag des 3. Mai.
8. Mai
Durch Besitzer der Katastralgemeinde D. wird das Schulholz geführt. Dasselbe stand in der Nähe des „Roten Kreuzes“.
9.V.
Das Holz wurde durch Johann Gratz mittels Benzinmotor geschnitten.
10-13.
Holz zerkleinert durch H. Glassner.

Pfingsten 1935
Die diesjährige Pfingstsammlung wurde durch Schulkinder der 3. Klasse durchgeführt. Das Ergebnis war 29.71 S. Davon gehören 10 % für Schulzwecke.
Pfingsten
9.6. An diesem Tage wurde in der Früh während der Predigt im Pfarrhofe eingebrochen. Der Einbrecher konnte jedoch festgenommen werden und wurde der Gendarmerie übergeben. Er stammt aus der Gegend von Lilienfeld (gestrichen; Zwettl ergänzt.)

Ges. am 24.6.(19)35.
R.R. W. Waldheim
B. Sch. I.

15.VI.
Die Schüler der II. Kl. unternehmen einen Ausflug nach Kreuzenstein.
23.VI.
18 Schulkinder teils vom 2. Schuljahr teils vom 3. Schj. werden zur 1. hl. Kommunion zugelassen. Nach derselben findet im Schulhause ein Kaffe statt bei dem die Kinder mit Kaffee und Guglhupf reichlich beteilt werden.
24.VI.
Inspektion der 3 Klassen durch Herrn Regierungsrat W. Waldheim. Die Inspektion war sehr kurz und entfiel die ortsübliche Konferenz.
27.VI.
Religionsprüfung durch den Herrn Dechant Monsg. Lechner. Es war ein furchtbar heißer Tag.
29.VI.
In der Wehr ist um 5 nachm. ein arbeitsloser H. A. namens Fleischinger Josef geb. 7.V.1906 in Wien zust. nach St. Leonhart a.F. ertrunken. Wahrscheinlich hat er die Tiefe des Wassers nicht gekannt. Um 9 Uhr abends wurde er herausgezogen und am 1.VII. begraben.

4.VII.
29 Schüler der 3. Kl. machen einen Ausflug auf den Schöpfl. Das Auto (Ockermüller) fährt bis Klamm-Höhe. Von dort aus beginnt die 2 ½ h lange dauernde Fußwanderung. Der Abstieg zum Forsthof dauert 25’. Aussicht war keine, da alles in Nebel eingehüllt war. Um 5 Uhr landeten alle in Abst.
6.VII.
Schluß des Schuljahres 1934/35.

Preisausschreiben 1935.
Am 6.VII. fand um 10 Uhr vorm. im Sitz.saale des n.ö. Landtages die Übergabe der Landespreise statt. Aus dem Tullner Bezirk war Statin Franz von der Schule Pixendorf hiezu ausersehen. Am selben Tage hätte nach dem Gottesdienste in Anwesenheit des O.S.R. die Überreichung der 2 Klassenpreise stattfinden sollen verbunden mit einer kleinen Feier. Dies war aber nicht möglich, weil die Klassenpreise erst um ¼ 11 Uhr mit der Post gekommen sind, und die Kinder um 9 Uhr schon weggegangen waren.
10.VII.
Am 10.VII. kommt durch den B.S.R. Tulln die erfreuliche Nachricht, daß der Schüler Haimmerl Franz für einen Bezirkspreis vorgeschlagen war. Somit sind die 2 Klassenpreisträger der Schule Abstetten:
Haimmerl Franz aus Gollarn No 6
Brandsteidl Josef aus Gollarn No 11.

Schuljahr 1935/36
31.8.
Hilda Donner wurde von einem Auto überführt und war sofort tot.
29.8. – 3.IX.
Herr Oberlehrer macht mit Herrn und Frau Pfeiffer eine Großglocknerpartie. Mit dem Auto von Zell am See bis zum Hochtor und dann zu Fuß bis zum Glocknerhaus. Was man hier gesehen hat, kann man im Unterrichte sehr gut verwerten.
2.IX.
Nachmittags um 2 Uhr findet das Begräbnis der Donner statt. Herr Direktor Alfred Heinike aus Sieghartskirchen leitet den Gesang. Frau Oberlehrer führt die Schulkinder, die mit der Schulfahne an dem Begräbnis teilnehmen.
11.IX.
In der Früh war ein Reif bei 0°.
12.IX.
In der Früh war es kalt -1°. Alle Bohnen sind erfroren. Den Weingärten und dem Obst hat die Kälte nicht geschadet.


Aus der Schulchronik Ried am Riederberg:

17. September
Das neue Schuljahr 1934/35 begann am 17. September.
Schülerstand am 17.IX.: 19 K., 29 M. = 48 Kinder.

3. Oktober
Am 3. Oktober d.J. fand in der hiesigen Pfarrkirche ein Trauergottesdienst für den verstorbenen Bundeskanzler Dr. Dollfuß statt. Am Schlusse wurde die Bundeshymne gesungen. Hierauf fand eine Gedenkstunde in der Schule statt. Die Tafel war mit einer schwarzen Fahne verhängt. In der Mitte war das Bild des verewigten Bundeskanzlers befestigt. Vor dem Bilde war eine Vase mit Blumen aufgestellt. Die Trauerstunde wurde nach folgendem Programm abgehalten:
1. Gedichte von Schülern vorgetragen.
2. Belehrung der Schüler über das Leben und Wirken des Bundeskanzlers.
3. Kurzer Bericht über das Attentat.
4. Absingen der Lieder: „Der gute Kamerad“, „Treue Liebe…“ „Bundeshymne“.

23. Novemb.
Der Luftschutz-Fachlehrer der Österr. Gemischten Luftschutzkommission Herr Robert Keller hat am 23. November (Freitag) im Zeichensaale der Hauptschule Tulln einen Vortrag über Luftschutz abgehalten. Der Lehrgang dauerte 3 Stunden und hatte folgende Gliederung:
1. Die Probleme des Luftschutzes.
2. Der Ausbau des Luftschutzes.
3. Pädagogische Ausnützung der Luftschutzmaterie.
Der Vortrag wurde mit Lichtbildern illustriert. Dieser Kurs wurde vom Schulleiter besucht.

1935.
9. Februar
Das erste Semster des laufenden Schuljahres schloß mit Samstag, dem 9. Februar 1935.

1. Mai
Am 1. Mai fand in der hiesigen Pfarrkirche ein Festgottesdienst statt. Abschließend wurde die österr. Bundeshymne gesungen. Sodann fand eine Schulfeier mit einer Ansprache des Schulleiters statt. Um ½ 11 Uhr vorm. wurde die Wiener-Jugendfeier aus dem Radion und die Ansprache des Herrn Bundeskanzlers durch einen Lautsprecher übertragen. Am Nachmittage besuchten die Kinder vom Schulleiter geführt das Tonkino in Sieghartskirchen. Es wurde ein Uraniafilm vorgeführt.

11. Mai
Am Samstag, dem 11. Mai fand in der letzten Unterrichtsstunde eine kleine Muttertagsfeier mit nachfolgendem Programm statt:
1.) Lied: „Wenn du noch eine Mutter hast.“
2.) Ansprache des Schulleiters.
3.) Gedichte: „Das Kind“ v. A. Petzold. „Meiner Mutter Briefe.“ J. Ringler-Kellner
4.) „Ein Spiel zum Muttertag“ v. Marg. Seemann. (Aus dem Jugendrotkreuzheft).
5.) Lied: „O, hast du noch eine Mütterchen!“
Die Kinder der Oberstufe besitzen das Jugendrotkreuzheft (Mai 1935).

18. Mai
Am Samstag, dem 18. Mai an dem „Tag des guten Willens“ wurde die Botschaft der Kinder von Wales in der Schule verlesen. Es wurde auf die Bedeutung des Friedens und des friedlichen Zusammenlebens der Menschen hingewiesen. Abschließend wurde auch die Vereinigung der europäischen Völker im „Völkerbunde“ zu Genf erwähnt.

Ges. am 4.7.1935.
W.Waldheim
B.Sch.I.

2 Fotos Schulkinder 1932!
1 Foto Ratscherbuben, 1935!

18. Juni Lehrausgang
Dienstag, den 18. Juni 1935 nachmittags wurde ein Lehrausgang nach Kreuzenstein zur Besichtigung der Burg unternommen. Die Kinder wurden mit einem Autobus der Firma Ockermüller (Sieghartskirchen) geführt. Preis 45.- S. Die Fahrt führte über Tulln, Stockerau und Spielern nach Kreuzenstein. Für die Kinder war der Lehrausgang ein schönes Erlebnis.

30. Juni
Preis pro Kind = 2.20 S
Im abgelaufenen Schuljahr wurden 15 Bücher (Österr. Bundesverlag) für die Schülerbibliothekerworben. Als neues Lehrmittel wurde das Bild „Die San Jose’ Schildlaus“, herausgegeben vom Agrarverlag Wien, erworben.

Am 2. April 1935 wurden von 9 Uhr bis 10 Uhr vorm. die Aufsätze für das niederösterreichische
Landes-Jugendpreisausschreiben 1935
geschrieben. Es wurden 21 Arbeiten eingesandt, davon waren 10 mit sehr gut, 9 mit gut und 2 Arbeiten mit genügend klassifiziert.
Der Schulleitung wurden 3 Stücke des Buches „Heimaterde wunderhold“ übermittelt. Zwei Stücke waren als Klassenpreise bestimmt, während der Rest und die mitgefolgte Silberuhr an den Schüler
Anton Eberl
als Bezirkspreis samt dem Dekrete überreicht wurde. Anton Eberl ist ein sehr armes Kind und hatte heuer zur Firmung nichts bekommen. Nun ist sein Wunsch eine Uhr zu besitzen in Erfüllung gegangen.

Zeitungsausschnitt: Volkszeitung
Donnerstag, 18. Juli 1935
Das vom staatlichen Heimatdienst in Niederösterreich veranstaltete Landesjugendpreisausschreiben, über dessen Schlußfeier im Landhaus bereits berichtet wurde, hat in ganz Niederösterreich, aber auch außerhalb der Landesgrenzen bei der Bevölkerung größten Beifall gefunden. Beim Landesvertreter des Bundeskommissärs für Heimatdienst Doktor Plöchl ist eine große Anzahl von Zustimmungen eingelangt, die – soweit sie von Schulleitungen stammen – den vollen Erfolg des Preisausschreibens im vaterländischen und allgemein erzieherischen Sinn hervorheben. Die Verteilung der Klassen- und Bezirkspreise gestaltete sich überall zu einer schönen Feier. Die Schulleitungen waren bemüht, die Schlußfeiern so festlich wie möglich zu gestalten. Manchenorts wurden Festspiele oder musikalische Vorträge geboten. Anderwärts wieder wurde mit der Feier eine Dollfuß-Gedenkstunde verbunden. An der Feier des Privatgymnasiums ist Kalksburg nahm die Gattin des Bundespräsidenten Frau Leopoldine Miklas als Mutter eines Anstalgszöglings teil. Die Preisträger empfingen hier aus ihrer Hand die ihnen zuerkannten Preise.
Das Heimatbuch „Heimaterde wunderhold“, das den Klassenpreis bildete, fand bei Schülern und Lehrern, aber auch bei den Eltern größten Anklang. So meinte ein Preisträger in Amstetten zu seinen Mitschülern: „Um 100 Schilling gib i dös Büchl a net her!“ In Ried am Rieder Berg befand sich ein sehr armes Kind unter den Preisträgern, das heuer als Firmling leer ausging, nun aber als Träger eines Bezirkspreises in den Besitz der ersehnten Taschenuhr gelangte. Viele Volks- und Hauptschulen berichten von der Freude, mit der die Preise entgegengenommen wurden. Bei der Feier im öffentlichen Stiftsgymnasium in Melk wurde jeder Preisträger mit Tusch und Posaunenschall ausgezeichnet. Die Preise wandern zur allgemeinen Besichtigung von Hand zu Hand, man ört Ausrufe des Entzückens, sieht aber auch manch trauriges Gesicht, so daß der Direktor trösten muß: „Alle Schüler haben bei diesem Preisausschreiben ihre Pflicht erfüllt, alle dürfen sich als echte und brave Oesterreicher betrachten.“
Der große Erfolg des Landesjugendpreisausschreibens, der von allen Schulmännern übereinstimmend festgestellt wird, kommt in der Forderung, daß solche Preisausschreiben womöglich alle Jahre stattfinden sollen, wohl am besten zum Ausdruck. Seine heurige Durchführung hat sicherlich dazu beigetragen, das vaterländische Erziehungswerk zu vertiefen und Liebe für die österreichische Heimat in allen jugendlichen Herzen zu entfachen.

Am Samstag, dem 6. Juli 1935 vormittags fand im Klassenzimmer die Schlußfeier für das n.ö. L.-Jugendpreisausscheiben statt.
Programm:
Lied: „Mein Vaterland“ v. Bernhard Klein.
Gedicht: „Mein Österreich“ v. Gabriel Seidl.
Ansprache des Schulleiters.
Verteilung des Bezirkspreises an Anton Eberl
und der Klassenpreise an Georg Winter
und Antonia Obermaißer.
Bundeshymne.
Übertragung der Schlußfeier aus dem Sitzungssaale
des n.ö. Landtags mittels Lautsprechers.
Es folgen nun die preisgekrönten Arbeiten:

In der Heimat ist es schön!

Wenn man von Gablitz aus auf der Bundesstraße weiter geht, kommt man zuerst an ein paar kleinen Ortschaften vorbei und dann kommt man auf den Riederberg. Dort sind zehn Häuser. Eines davon ist mein Vaterhaus. Es liegt ganz nahe der Straße. Es ist mir viel lieber, als jedes andere Haus, weil ich da meine Eltern und Geschwister habe und weil ich da geboren und aufgewachsen bin. Als mein Vater in dieses Haus kam, war noch kein Stall und keine Scheune da, nur bloß die Wohnung war gewesen. Das alles hat erst mein Vater gebaut.
Im Tal liegt die Ortschaft Ried am Riederberge. Unweit des Vaterhauses aber ist der Wald. Wenn man im Winter in den Wald geht und es liegt der Schnee auf den Bäumen, da sieht man die Fußstapfen der hungrigen Tiere. Wenn es schneit sind die Tannen- und Fichtenbäume ganz voll Schnee und die Äste hängen herunter. Sie glitzern schon von weiten. Ich liebe meine Heimat und den Wald und möchte nicht in die Fremde ziehen.
4. Abt., 7. Schulj. Eberl Anton (Erhielt einen Bezirkspreis).

Aus der Geschichte meines Heimatdorfes.

Wenn man auf dem Riederberge steht und ins Tal hinabblickt, sieht man westlich vom Standpunkt des Beschauers das Dorf Ried liegen. Auf den ersten Blick sieht man die Kirche, die auf einer kleinen Anhöhe erbaut ist. Sie ist rings vom Friedhofe umgeben. Ried hat eine schöne Lage und ist von Feldern und Wiesen umgeben.
Ein Stück von Ried entfernt erhebt sich der Hausberg. Darauf stand früher eine Burg. Jetzt sieht man nur noch einige Mauern, die kahl zum Himmel emporragen. Sie sind die Zeugen aus der Zeit, wo es auf der Burg fröhlich zuging, aus der Zeit der Ritterspiele und Turniere. Wenn man am Fuße des Berges steht, sieht man noch den Burgweg, der spieralförmig hinaufführt. Oben sieht man eine Mauer, die von dem Burgfriede übrig geblieben ist. Dann sieht man noch eine Schießscharte.
Es ist das Jahr 1529. Über Ried liegt eine schwere, schwarze Wolke. Die Dörfler ahnen noch nicht, welche Gefahr ihnen bevorsteht. Doch eines Tages kommt ein wildes Volk, die Türken. Sie zerstören das Dorf und kommen dann zum Kloster. Dorthin zieht ganz leise der Tod mit. Die Mönche, ahnungslos über das so plötzlich Erscheinen der Türken, können sich nicht mehr in den dichten Wienerwald retten. Sie müssen sich dem Feinde ergeben. Einige Mönche werden lebendig im Feuer verbrannt, einige wollen flüchten, doch die Türken erwischen sie und schlagen sie nieder. Jetzt stehn noch einige Mauern als stumme Zeugen jener grausamen Zeit.
Und jetzt ist das Jahr 1722. Die Sonne durchbricht die Wolken und sendet ihre goldenen Strahlen auf die Erde. Im Dorfe Ried ist alles schon wach. Plötzlich hört man das Signal des Postillions. Alles läuft zum Gasthaus „Zur blauen Kugel“, wo der Postwagen stehen bleibt. Er teilt die Briefe und Pakete aus und dann geht es auf der Straße beim Eichkogel vorbei gegen Gablitz zu. Aber bei Laabach und Gablitz fährt der Postillion nicht gern vorbei, denn oft stürzen aus dem dunklen Walde Räuber hervor. Trotzdem verzagen dieLeute nicht und lassen sich von Räuberbanden nicht abschrecken. Oft fließt da auch Blut im Kampfe gegen diese Räuber.
1914 bis 1918 – die Zeit des Weltkrieges. Auch die Männer von Ried müssen hinaus aufs Schlachtfeld ziehen. Sie kämpfen tapfer und viele bekommen Tapferkeitsmedaillen. Doch auch das große Weh und der Schmerz der Mütter und Frauen bleibt nicht aus. Der Tod holt sich acht Opfer, Männer unseres Dorfes. Doch die Rieder vergessen ihrer nicht und bringen in der Kirche Marmortafeln an, auf welchen die Namen der Gefallenen zu lesen sind.
Viel hat unser Dorf in vergangenen Zeiten gelitten. Unsere Ahnen haben alles geduldig ertragen, um ihre geliebte Heimat zum Aufblühen zu bringen.
Wir wollen auch beitragen, unsere Heimat zu Wohlstand und Glück zu bringen, indem wir alle fest zusammenhalten in Kriegs- und Friedenszeiten und alles für unsere Heimat opfern.
4. Abt., 8. Schlj. Antonia Obermaißer. (Erhielt einen Klassenpreis).

4. Juli Inspektion.
Herr Regierungsrat Walter Waldheim inspizierte heute die Schule.

26. Juni
Über Sitzungsbeschluß vom 26. Juni 1935 sprach der Bezirksschulrat Tulln dem Oberlehrer Hans Hackel auf Grund des Berichtes der zuständigen Bezirksschulinspektors, Herrn Regierungsrat Walter Waldheim, für die erfolgreichen Bemühungen um den Aufsatzunterricht die Anerkennung aus.

6. Juli Schulschluß.
Das Schuljahr 1934/35 wurde mit der Zeugnisverteilung am Samstag, dem 6. Juli 1935 geschlossen.

29. Juli bis 10. August
Oberlehrer Hans Hackel hat vom 29. Juli bis 10 August 1935 den Lehrereinführungskurs für die vormilitärische Jugenderziehung in Traiskirchen besucht.

Ferienarbeiten in der Schule:
10. September. Das Klassenzimmer und der Gang wurden gefärbelt. Der Kachelofen im Zimmer der Dienstwohnung wurde in einem Holzdauerbrandofen ungewandelt (25 % Bundeszuschuß).


Aus der Schulchronik Ollern:

1. Sept. 1934. Dienstantritt des Oberlehrers Hr. Otto Nigrisch.

17. Sept.
Beginn des Schuljahres. Der Schülerstand ist ein ziemlich geringer, hart an der Schneide, so daß er mit 71 Schülern gerade für die Fortführung einer zweitklassigen reicht. Er hat sich um 11 Schüler seit dem Vorjahre verringert.

3. Okt. An diesem Tag war der Gedenktag für Dr. Dollfuß. Die Mitglieder des Ortschulrates, der Lehrkörper und alle Schulkinder nahmen an der Feier, die mit einem Requiem in der Kirche stattfand, teil. In der Schule wurde laut Erl. des B.S.R. vom 18.9.1934, Zl. VI-924 eine Gedenkstunde gehalten, in der die Schüler über die Person und das Wirken sowie über den Tod des Bundeskanzlers belehrt wurden.

21. Okt.
Die Masern-Erkrankungsfälle nahmen besonders in der 1. Klasse derart zu, daß die Klasse gesperrt werden muß. Der Unterricht in der zweiten Klasse wird weitergeführt. Es fehlten in der 1. Klasse von 29 Schülern 25, in der zweiten Klasse von 39 Schülern 16. Der regelmäßige Unterricht wurde am 29. Oktober, nachdem die 1. Klasse 5 Tage ohne Unterrichtserteilung war, wieder aufgenommen.

2. Nov.
Im Dorfe ereignete sich am 2. Nov. ein entsetzlicher Mord. Der Landwirt Alois Gaidosch wurde von seinem Sohne nach einem Wortwechsel erschlagen, der Vatermörder wurde am 21. Nov. 1934 standgerichtlich zum Tode verurteilt. Folgender Zeitungsausschnitt schildert diese Untat näher.

Aufdeckung eines Vatermordes. In der kleinen Ortschaft Ollern, bei Ried am Riederberg (N.-Ö.) wurde eine grässliche Bluttat aufgedeckt. Seit Anfang November war der 49jährige verwitwete Landwirt Alois Gaidosch aus seinem Anwesen abgängig. Nun trafen beim Gendarmerieposten Sieghartskirchen zwei Schreiben ohne Unterschrift ein, in denen mitgeteilt wurde, daß der 21jährige Sohn des Abgängigen, Alois Gaidosch, seinen Vater abgeschlachtet habe. Es wurde nun eine genaue Hausdurchsuchung vorgenommen und auch die Jauchegrube ausgeschöpft. Auf dem Grund fand man unter Mist und Dünger ein in Säcke genähtes, mit großen Steinen beschwertes Paket. Bei der Öffnung fand man darin den Leichnam des Landwirtes mit zertrümmertem Schädel. Nach längerem Leugnen gestand der Sohn, den Vater mit einer Eisenstange im Streit zu Boden geschlagen und den Verletzten durch Fußtritte und weitere Hiebe mit der Stange getötet zu haben. Nach der Tat schleppte der Sohn die Leiche des Vaters auf den Dachboden, wo er sie mehrere Tage lang aufbewahrte. Als der Verwesungsgeruch zu stark wurde, nähte er die Leiche in mehrere Säcke ein und schleppte sie bei Nacht zur Jauchegrupe, wo er die Säcke, mit Steinen beschwert, versenkte. Zwischen Vater und Sohn gab es schwere Streitigkeiten. Das Anwesen war verschuldet. Der Sohn wollte anscheinend nicht recht arbeiten und hatte eine Geliebte, die dem Vater nicht paßte. Gaidosch stand wegen dieser fürchterlichen Untat am 21. November in Wien vor dem Standgericht: Er wurde zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde nach drei Stunden vollstreckt. Vorher hatte er noch sein Vermögen seiner Geliebten vermacht.

Dezember.
Die herrliche Jahreszeit des Jahres 1934 hielt bis 5. Jän. 1935, es fiel bis Jänner kein Schnee. Als Seltenheit muß erwähnt werden, daß am 23. Dezember im Freien noch Blumen und Bäume zu blühen begannen. So brachten Schüler blühende Marillenbaumzweige noch an dem letzten Schultagen des Kalenderjahres. Ebenso wurden im Freien blühende Taubnessel, ja sogar Himmelschlüssel gefunden.

Jänner
Die Weihnachtsferien dauerten so wie in den vorhergegangenen Schuljahren vom 23. Dez. bis 6. Jänner, die Semesterferien entfallen.

Februar. Die Zeugnisverteilung fand am 9. Feb.1935 statt. Es ist seit der unglücklichen Februar-Revolution in Wien eben ein Jahr vorüber und die Zeit erinnert an die bangen Tage des Jahres 1934, da an sämtlichen Schulen der Unterricht eingestellt wurde.

Die Einrichtung des Schulhauses hat sich durch die Anschaffung einer el. Klingel und eines Klingeltransformators verbessert. Auch wurden 2 geographische Schulkarten von Nieder-Österreich und Europa durch den Ortsschulrat angekauft.

März.
Abermals verbreitet sich eine Epidemie und der Schulbesuch ist infolge Grippe-Erkrankungen ein äußerst ungünstiger. Es fehlen ungefähr 50 % der Schüler, so daß nur wiederholend vorgegangen werden kann. Ganze Familien liegen an der Grippe darnieder, doch ist sie diesmal nicht so arg als in den Nachkriegsjahren. In der Schulgemeinde forderte sie diesmal keine Opfer.

Foto „Leopold Dettelbacher“
Im „Kleinen Kirchenblatt“ vom 31. März 1935 wurde nebengeklebtes Bildnis des die 2. Klasse der hiesigen Schule besuchenden Schülers Dettelbacher veröffentlicht. Da er auch ein fleißiger Schüler ist, wollen Eltern und Lehrer hoffen, daß er auch durch andere gute Taten ähnliche Vorzüge noch oft erwarten darf.

April.
Am 27. IV. fand die Feier des Tages der Musikpflege statt. Auch an unserer Schule wurde dieser Tag mit einer 2 ½ stündigen Feier anschließend an den Unterricht begangen. Das Programm war folgendes:
1.) Einleitende Belehrung der Schüler über die Bedeutung dieses Tages, über Musikpflege und über das Leben und Schaffen der bekanntesten österreichischen Tondichter. (geh. von Obl. Nigisch)
2.) Gedichte über Gesang und Musik, vorgetragen von 12 Schülern der 1. und 2. Klasse.
3.) Einzel- und Gesamtlieder von Schülern, auch Volkslieder.
4.) Aufführung eines Streichquartetts; verschiedene Musikstücke der bekanntesten österreichischen Tondichter.
5.) Bundeshymne (Gesang und Streichquartett)

1. Mai. Zum Geburtstage unseres neuen Ständestaates wurde auch in unserem Schulorte unter Mitwirkung des Ortschulrates, der Lehrerschaft und Schuljugend eine Feier veranstaltet. Nach dem Festgottesdienst wurde im fahnengeschmückten Orte die Eröffnung und Benennung des Dollfußplatzes durchgeführt. An der Schule wurde eine Benennungstafel befestigt. Die Schüler trugen Sprechchöre und die Bundeshymne vor.

12. Mai.
Wie alle Jahre wurde auch heuer der Tag der Mutter gefeiert. Die Muttertagsfeier wurde klassenweise mit einer Belehrung der Schüler, mit Gedichten und Liedern abgehalten.

13. Mai.
An diesem Tage fand das Begräbnis der an der hiesigen Schule durch lange Jahre dauernd bestellten Handarbeitslehrerin Fr. Am. Ranzmeyer statt.

Turnplatz
Der zur Schule gehörende Platz auf der Nordseite des Ortes wurde einer gehörigen Säuberung unterzogen. Es ist dies der vor zk. 70 Jahren aufgelassene Friedhof, der bisher als Schuttablagerung diente. Der lebende Zaun wurde rückgeschnitten, ein Entwässerungsgraben angelegt, die Bäume gestutzt.
Mai
Die Hälfte des Platzes wird im heurigen Jahre mit einem Gitterzaun umgeben, um dort im Frühjahr 1936 eine Obstbaumschule anlegen zu können. Die andere Hälfte wird als Turnplatz Verwendung finden. Der Platz wurde von allen Schutt gereinigt und umgepflügt, um die Verbreitung von Unkraut zu hemmen. – Der Garten bei der Schule wurde mit Obstbäumen und Johannesbeersträuchern bepflanzt.
Die Schule erhielt eine Wimpelfahne in vorgeschriebener Ausführung. Sie wurde von der Handarbeitslehrerin Frl. Ranzmeyer unentgeltlich hergestellt.

Juni. Am 22. fand im Rahmen der Vaterländischen Front eine Sonnenwendfeier statt, wobei sich die Schuljugend korporativ beteiligte. Die Feier machte einen erhebenden Eindruck im Orte und wurde der Großteil des Programms von den Schülern geleistet.
Am 26. Juni fand die Religionsprüfung statt.

Ges. am 4.7.1935.
W. Waldheim, B.Sch.I.

Juli
Am 4. Juli fand die Inspektion durch Herrn Regierungsrat Bezirkschulinspektor W. Waldheim statt. Die Lehrerin der 1. Klasse Frau E. Rorbizka erhielt zufolge Bezirksschulratsbeschlusses die belobende Anerkennung wegen ihrer besonderen Leistungen in Schreib-Lese-Unterricht.
Am 5.Juli war Schulausflug. Die 1. Klasse machte eine Wanderung auf den Troppberg, die 2. Klasse eine Fahrt in die Wachau.
Das Schuljahr 1934-35 schloß am 6. Juli 1935.


Aus der Schulchronik Rappoltenkirchen:

Das neue Schulj. 1934/35 begann am 17. Sept. mit einer hl. Messe. Am 22. d. Sept. wurde Fr. Lehrerin Hildegard Hahn als 2. Lehrkraft eingeteilt, nachdem Frl. Lehrerin Hilde Plesky n. Zwentendorf definitiv versetzt wurde.

Schülerstand am Anfang.
I. Kl: 20 Kn. + 13 M. = 33
II. Kl: 22 Kn. + 16 M. = 38
[Summe] 42 Kn + 29 M = 71

Kinderferienwerk.
Die V.F. brachte im Orte 6 Ferienkinder unter bei wohlhabenden Familien, sie stammten aus Wr. Neustadt. Die Gewichtszunahme betrug insgesamt 14 kg.

Sturmscharen.
Während der Ferien wurde eine Jugendgruppe der Sturmscharen gegründet. Zweck ist hauptsächlich: Erziehung d.Kinder in vaterländischem Geiste und körperliche Ertüchtigung durch militärische Übungen. Stand derzeit 13.
Für die Klassenzimmer u. Kanzlei wurden Dr. Dollfußbilder angekauft.

Trauergottesdienst.
Am Freitag, dem 6. Okt. wurde für den verewigten Bundeskanzler Dr. Dollfuß ein Trauergottesdienst gehalten und daran schloß sich eine Gedenkstunde, die recht würdig verlief. Die Kinder gingen zur hl. Kommunion. Zur Weihestunde: Der gute Kamerad. Gedicht: Dem toten Kanzler.
Ansprache. Gelöbnis. Dollfußlied vertont v. V. Goller, Gedenkgruß. Bundeshymne. Lokal: 1. Kl.

Denkmalsammlung.
Die V.F. veranstaltete für das Dr. Dollfuß-Denkmal eine Haussammlung, die fast 100 S eintrug. Das Ergebnis könnte größer sein, leider haben unsere Leute nicht den Willen größere Opfer zu bringen. Die Andersgesinnten könnten ihnen beispielgebend sein.

Kinovorführung
Nach längerer Zeit (seit April 1934) wurde im Oktober wieder ein Film gedreht (Dänemarkfilm u. längeres Lustspiel). Leider läßt der Besuch seitens der erwachsenen viel zu wünschen übrig und es wird mit der Zeit der Kinobetrieb ganz eingestellt werden müssen, nachdem d. O.S.R. keine Subvention dazu gibt und die Ausgaben sich auf ca 25 S bei jedem Film belaufen.
Nachdem 3 Jahre nacheinander zu Weihnachten ein Kindertheater gegeben wurde, ist heuer von einer Weihnachtsauführung abgesehen worden. Zufälligerweise wäre heuer eine Vorstellung nicht möglich, nachdem die Tochter dieses Schreibens (Martha) an Scharlach erkrankt ist. Die Schule ist nicht gesperrt, doch wird nur halbtagsweise unterrichtet durch Frl. Hilde Hahn.

Arbeiten am Schulhaus.
Während der Ferien wurde heuer ein Gehsteig vor dem Schulhause betoniert. Früher waren nur Steinplatten, die teilweise so vertieft schon lagen, daß sich bei einem Regen ganze Tümpel unmittelbar vor der Mauer bildeten. Kosten ca 250 S.
Ebenso wurde die Vorderwand des Schuppens hergerichtet. Wenn man bedenkt, daß die Geldverhältnisse der Gemeinde sehr arg sind, so sind die Renovierungen ganz nennenswerte Erfolge, die vor allem unseren Ortsschulratsobmann Leopold Doppler anzuschreiben sind. Eine große Zukunftssorge bilden die Fußböden und Bänke in beiden Klassen, deren Beschaffung wenigstens etappenweise nun doch in Angriff genommen werden muß.

Winterhilfe.
Wie schon in den 2 Vorjahren wurde auch heuer wieder eine Winterhilfsaktion eingeleitet. Bei der Sammlung kamen ein: über 600 k Kartoffeln, 160 kg Diehl, 25 S Bargeld, 4 m³ Holz, 3 kg Fett u.a. Es wurden damit 23 Parteien beteilt.

Eingeklebt: Ortsbeschreibung. Rappoltenkirchen
(Post Sieghartskirchen). Ortsgemeinde im pol Bez Tulln. Mit den dazugehörigen Ortschaften 104 H, 520 E. – Arzt (in Sieghartskirchen, ½ St). – eL. – Fleischer, Bäcker, Kaufleute. – Badegelegenheit im ¼ St entfernten Kleinen Tullnbache.
Lage: 220 m, an einer Berglehne im Hügelland. – Wald in 10 M erreichbar. Sehenswertes Schloß Rappoltenkirchen.
Erreichbarkeit: Mit der F JB. über Tulln nach Judenau-Sieghartskirchen (35 a), 1 ½ St. Von hier nach Rappoltenkirchen 1 ¾ St. Von der Westbahnstation Tullnerbach-Preßbaum 2 ½ St. Zur Autobusverbindung Sieghartskirchen-Rekawinkel 10 M. Autoverbdg (1799) Wien XIII, Hütteldorf (Hotel Schneller) Preßbaum-Rappoltenkirchen-Sieghartskirchen.
Unterkunft (keine Fremdenzimmerabgabe): In Rappoltenkirchen, Öpping, Kraking und Kreuth 20 SWgn. – Zimmer pro Monat durchschnittlich S 20. – Auskunft: Gemeindeamt.
Gasthof Wunder Franz [2], EZ 1.50, ZZ 3.00. F Preßbaum 11.

Eingeklebter Zeitungsartikel:
Rappoltenkirchen. Ehrungen. Aus Liebe und Dankbarkeit zu unserem unvergeßlichen, verewigten Helden- und Märtyrerkanzlers Dr. Engelbert Dollfuß und auch um der kommenden Generation das Andenken an diesen großen, vorbildlichen Oesterreicher zu erhalten, hat auf Antrag der VF. der hiesige Gemeindetag beschlossen, unseren schönen Kirchenplatz den Namen „Dr. Dollfußplatz“ zu geben. Eine schlichte Inschrift auf dem Heldendenkmal kündet von dem Heldentod unseres Führes. Es wurden ferner die Herren Minister a. D. für Land- und Forstwirtschaft Rudolf Buchinger und Minister Josef Reither für ihre hervorragenden Verdienste um Staat, Volk und Gemeinde zu Ehrenbürgern ernannt.

Loser Zeitungsartikel:
Rappoltenkirchen. Dollfuß-Gedächtniskundgebung.
Die Gedächtniskundgebung für den verewigten Bundeskanzler Dr. Dollfuß wurde am Vorabend des Todestages durch die Kerzenbeleuchtung der Fenster eingeleitet. Besonders eindrucksvoll wirkte die Beleuchtung des Kriegerdenkmals, welches die Inschrift „dem ehrenvollen Andenken unseres Heldenkanzlers Dr. Engelbert Dollfuß, gestorben am 25. Juli 1934“ trägt, mit Fackeln, welche der kath. Burschenverein zum Gedenken widmete. Ein großes Kruckenkreuz aus Eichenlaub mit einem Bildnis des Kanzlers zierte das Ehrenmal. Am 25.Juli, nach dem Requiem versammelten sich die Gemeindevertretung, die ausgerückten Vereine (Feuerwehr, Burschenverein, Kameradschaftsverein, n.-ö. Sturmscharen) und die Bevölkerung beim Kriegerdenkmal zur Trauerkundgebung. Die Ortsgruppenleiter der VF., Herr Oberlehrer Josef Marchart hielt die Trauerrede. Er schilderte in kurzem das Schicksal Oesterreichs seit dem Zusammenbruche, in dem er besonders das Sehnen des österreichischen Volkes nach einem Führer in eine neue Zeit hervorhob. Wie zwei Männer endlich erstanden: Dr. Seipel der Wegweiser und Dr. Dollfuß, der Erneuerer unseres Vaterlandes. Für seine Idee war Dr. Dollfuß bereit zu leiden und schließlich sich selbst zu opfern. Zum Schlusse forderte der Redner noch auf, unsere Pflicht zu tun und innig zusammen zu arbeiten am Aufbau unserer Heimat. Einigen muß uns der Glaube an die Sendung Oesterreichs, die Welt im christlich-deutschen Geiste zu erneuern. Nach der Trauerrede wurde ein Kranz von der VF. niedergelegt und durch Absingen der Bundeshymne die Gedächtniskundgebung beendet.

Mädchenring d. O.S.R.
Im Jänner 1935 wurde auch ein Mädchenring der Ostmärkirschen Sturmscharen gegründet. Der O.S.R. stellt ihm eine Klasse mit Licht und Beheizung zur Versammlung, die vorläufig alle Dienstag abends stattfinden, unentgeltlich zur Verfügung. Erste Versammlung am 15. Jänner. Zur Leiterin wurde Frl. Lehrer Hilde Hahn gewählt.

Dr. Dollfuß-Film
Nach einer längeren Pause wurde am 3. II. der vaterländische Film „Dr. Dollfuß, Bundeskanzler 1932-34“ gegeben. Er war sehr gut besucht. Er zeigte die übermenschliche Arbeit, die unser Kanzler in den 2 Jahren leistete, es ist sehr lobenswert, daß die V.F. diesen Film herstellen ließ.

Semesterschluß
Das 1. Halbjahr wird am 9. Feber geschlossen. Semesterferien entfallen.

Tod eines Schülers.
Am 7. März 1935 starb an Gehirnlähmung der Schüler des 2. Schulj. Karl Tyboretz bei seinen Pflegeeltern Rauchberger in Kreuth. Er wurde am Sonntag, dem 17. begraben. Die Schulkinder sangen ihm ein Lied und kauften einen Kranz.

Film.
Am Sonntag, den 24. III. wird der Film „König der Könige“ gegeben.

v. Gemeindetage
Am 23. II. wurde Ortsschulratsobmann Leopold Doppler zum Bürgermeister ernannt u. vom Bezirkshauptmann bestätigt. Möge er auch als Bürgermeister so wie bisher stets ein warmer Freund der Schule bleiben.

Schulkino.
Am 24. III. 1935 fand eine Lichtbildvorführung statt, gedreht wurde der Film „König der Könige“, eine der schönsten Filme überhaupt. Leider war der Besuch wieder sehr schwach, sodaß nur 4 S Reingewinn waren. Ich sah mich daher veranlaßt, dem O.S.R. den Antrag zu stellen, den Kinobetrieb ganz einzustellen, was der O.S.R. in seiner nächsten Sitzung ohne weiters zur Kenntnis nahm u. bewilligte. Damit ist der Betrieb vollständig eingestellt. Es muß leider festgestellt werden, daß die Leute absolut kein Interesse mehr für einen stummen Film haben.

1. Mai
Zum „Tag des neuen Österreich“ wurde feierlicher Gottesdienst gehalten, an dem sämtliche Vereine teilnahmen. Leider war trostloses Regenwetter mit starkem Schneefall.

Versammlung d. V.F.
Am Sonntag, dem 12. Mai fand eine Werbeversammlung der V.F. statt.

Ges. am 24.6.1935
Waldheim
B. Sch. I.

Während der Ferien 1934 wurde der Gehsteig vor dem Schulhause betoniert, in den Ferien 1935 der Weg im Hofe.
Vom 2.IX. – 5.IX. war hier Einquartierung (Manöver).


Aus der Schulchronik Kogl:

Sept.
Das Schuljahr begann am 17. Sept. mit einem feierlichen Gottesdienste in der Pfarrkirche Rappoltenkirchen. Im Lehrkörper ist keine Veränderung eingetreten. Die Zuteilung der 4. Schulstufe zur 1. Klasse hat sich wenig bewährt, deshalb wird diese Unterrichtsstufe wieder in die zweite Klasse eingereiht. – Schülerstand am Beginn des Schuljahres:
I. Kl. K 22 M 25
II. Kl. K 35 M 36 zusammen 118

Frau Lehrerin Adelheid Merkl, die bisher in provisorischer Eigenschaft an der hiesigen Schule wirkte, wird aus Dienstesrücksichten definitiv.
Mit Erlaß des Bezirksschulrates Zl. VI-7/44 vom 25. Sept. 1934 spricht dieser dem Ortsschulrate und dem Lehrkörper für die erfolgreichen Bemühungen um die Abhaltung des „Tag der Jugend“ in der hiesigen Schulgemeinde Dank und Anerkennung aus.

Okt.
Für den verewigten Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß wird am 3. Okt. über Anordnung des Land. – Sch. r. für Nied. – Österr. in der hiesigen Filialkirche ein Trauergottesdienst abgehalten, an welchem alle Schüler teilnahmen. Dem Gottesdienste schloß sich eine „Vaterländische Gedenkstunde“ an. In einer Ansprache würdigte der Schulleiter das Leben, die aufbauende Arbeit und den Opfertod des großen Kanzlers. Die Trauerstunde, in der durch Schüler passende Gedichte und Lieder zum Vortrage gebracht wurden, schloß mit der Bundeshymne. Jedes Kind wurde mit einem Gedenkblatte beteilt. Der Rest des Tages war schulfrei.
Am 4. Okt., dem Sterbetage des großen Hl. Tierfreundes Franz von Assisi, wurde über Verfügung des Unterrichtsministeriums der Welttierschutztag abgehalten. In beiden Klassen wurde in einer der Altersstufe entsprechenden Weise der Tierschutzgedanke in den Mittelpunkt des Unterrichtes gestellt.
Ende Okt. wurde unter der Schuljugend für das Dr. Engelbert – Dollfuß – Denkmal (unter der Schuljugend) gesammelt. Es ging ein Betrag von S 8.- ein, welcher der zuständigen Stelle übermittelt wurde.

Nov.
Am 1. November nahm die Schuljugend korporativ an der vom hiesigen Kameradschaftsvereine veranstalteten Heldenehrung teil.
Um zur Steuerung und Linderung der drückenden Not, unter der besonders im Winter viele Arme zu leiden haben, beizutragen, wurden über Anordnung des N.Ö. Landesschulrates die Kinder veranlaßt, wöchentlich einige Groschen aus ihren Ersparnissen abzuliefern. Die Kinder brachten dieser guten Sache viel Verständnis entgegen und gaben gerne. Als Gesamtergebnis dieser Aktion, die bis Ende April durchzuführen war, konnte ein Betrag von S 103.89 dem „Landeskomitee der Bundesregierung (Winterhilfe)“ abgeführt werden. In gleichen Sinne und für den gleichen Zweck haben die Lehrpersonen den Betrag von S 9.- abgesandt. Von dieser Landesaktion wurde die lokale Winterhilfsaktion natürlich nicht berührt. 19 Parteien bzw. Personen konnten mit Lebensmitteln beteilt werden. –
Anläßlich des 175. Geburtstages Friedrich von Schiller fand in der Oberklasse über Auftrag des Bezirksschulrates eine kleine Schulfeier statt.

Dez.
Die Weihnachtsaufführungen vom 16./12. und 23./12. brachten ein Gesamtergebnis von S 122.10. Die Vortragsfolge war ähnlich der vom Jahre 1930. Am 23./12. schloß sich der Aufführung eine Christbescherung an, bei welcher mit einem Kostenaufwande von S 220.55 13 arme Kinder aus Kogl und 12 aus Röhrenbach mit je einem Pullover und 3 Paar Strümpfen beteilt wurden. Zu dieser Bescherung spendete das O.S.R. – Mitglied Herr Johann Sturzeis, Geiglberg, 10 S, die Vaterländsiche Front Ortsgruppe Kogl 50 S, dtto Röhrenbach 50 S und der Ortsschulrat 60.55 S. Weitere 50 S wurden aus dem Theatererträgnisse zugeschossen. Anerkenn. soll an dieser Stelle die Opferfreudigkeit der genannten Körperschaften und der Ortsbevölkerung werden.
Einige Tage vorher beschenkte Frau Studienrat Helene Anger v. Verona 25 arme Kogler Kinder, darunter auch vorschulpflichtige, aus eigenen Mitteln mit Spielsachen und Kleidern.

Jänner
Die Witterung im Jänner war normal, auch die im Dezember. Schulversäumnisse wegen schlechten Wetters kamen deshalb nur wenig vor. Bei schlechten Wegverhältnissen wurden auch heuer die auswärtigen Kinder mit Schlitten zur Schule gebracht. Vielfach wird der Schulweg auch auf Skiern zurückgelegt, wie überhaupt der Skisport in unserer Gegend seit einigen Jahren an Boden gewinnt.

Febr.
Am 20. Febr. jährte sich zum 125. Male der Tag, an dem der heldenhafte Tiroler Andreas Hofer sein Leben für Heimat und Vaterland hingeben mußte. Aus diesem Anlasse fand über Anordnung des Bundesministeriums für Unterricht an unserer sowie an allen anderen Schulen eine Stunde des Gedenkens für den Tiroler Freiheitshelden statt, bei der dessen Taten und Schicksal gewürdigt wurden.

April
Der heurige April war unnatürlich heiß und regenarm.

Mai
Die Muttertagsfeier wurde heuer im Saale des Gasthauses Lichtenegger gemeinsam mit der Ortsgruppe Kogl der Vaterländischen Front abgehalten. Zum Vortrage gelangten einfache Sprechstücke (Huldigung an die Mutter) und einschlägige Gedichte und Lieder. Ortsgruppenführer Johann Hochrieder hielt eine warme Ansprache an Mütter und Kinder. An freiwilligen Spenden ging ein Betrag von 44.- S ein, welcher der Ortsgruppe für wohltätige Zwecke zugewiesen wurde. Die Aufführung war sehr gut besucht und fand reichen Beifall. –
Bürgermeister Leopold Kerschbaum scheidet laut Erlaß der Landeshauptmannschaft auf Grund der Bestimmungen des § 39, Absatz 1, Ziffer 2 des Verfassungsübergangsgesetzes 1934 aus dem Gemeindetage aus, mithin auch aus dem Ortsschulrate. Die Geschäfte in der Gemeinde führt Vizebürgermeister Johann Hochrieder. Wegen Besetzung des Ortschulratsmandates (Ortsschulaufseher) sind noch keine Weisungen herabgelangt.
Die Pfingstsammlung wurde heuer wieder durchgeführt, und es wurde ein Betrag von S 34.- durch Schulinder dem Bürgermeisteramte abgeführt. –
Der Ortsschulrat ließ auf der Terasse des Schlossberges für die Schuljugend einen Spielplatz herrichten. –
Der Landesschulrat für Niederösterreich hat mit Erlaß vom 25./4. 1935 Zl. Pr 183 angeordnet, die einjährige Wiederkehr des Inkrafttretens des Verfassungswerkes laut Beschluß der Bundesregierung festlich zu begehen und diesen Tag, den 1. Mai, als „Tag des neuen Österreich“ würdig zu feiern. Am Vortage schon wurden die Kinder über die Bedeutung des Tages belehrt, am 1. Mai selbst fand ein Festgottesdienst statt, an welchem die Vaterländische Front, die Vereine, Körperschaften und die Schuljugend korporativ teilnahmen. Nach der Feier wurde in der Schule die Rundfunkrede des Herrn Bundeskanzlers angehört.
Die Witterung im Mai war sehr kalt. Die Blüten des Frühobstes sind erfroren. –

Juni
Samstag den 22. Juni wurde durch die Vaterländische Front eine Sonnwendfeier veranstaltet und es war Pflicht der Schulkinder, daran teilzunehmen. Ortsgruppenleiter der Vaterländischen Front Johann Hochrieder hielt die Festrede, die Kinder sangen vaterländische Lieder. Geschlossen wurde die einfache aber würdige Feier mit der Bundeshymne.
Herr Bezirksschulinspektor Regierungsrat Walter Waldheim inspizierte die schule am 26. Juni. –
Im Juni war die Witterung außergewöhnlich heiß. Das Thermometer stieg bis 35°C im Schatten. Eine derartige Hitze zu dieser Jahreszeit konnte schon lange Jahre nicht beobachtet werden. Wochenlang fiel nicht ein Tropfen Regen. –

Juli
Das „Preisausschreiben 1935“ brachte unserer Schule zwei Klassenpreise. Die feierliche Verteilung derselben fand am 6./7. nach dem Schlußgottesdienste statt. Jedes Kind der 5. bis 8. Schulstufe hatte einen Aufsatz über das Thema „Heimaterde wunderhold“ zu schreiben, der von Kommissionen in Tulln und Wien bewertet wurde. Im Sitzungssaale des N.Ö. Landtages fand die Verteilung der Landespreise statt, die im Rundfunk angehört und mit unserer Feier in Verbindung gebracht wurde.
Das Schuljahr schloß am 6. Juli.
Der 25. Juli, der Todestag des Heldenkanzlers Dr. Engelbert Dollfuß war für ganz Österreich ein Trauertag. Bei der Trauerkundgebung, die vor dem Kriegerdenkmale abgehalten wurde und an der die Ortsbewohner und die Schulkinder teilnahmen, sprach Oberlehrer Bareuther Worte des Gedenkens. –

Aug.
In dankenswerter Weise ließ der Ortsschulrat das Äußere des Schulhauses einer gründlichen Reparatur unterziehen. An vielen Stellen mußte der Anwurf erneuert werden. Das Gebäude bekam einen gefälligen Anstrich in lebhaftem Ocker. Auch die Fenster wurden ausgebessert und frisch gestrichen. –
Wie im Vorjahre so waren auch heuer einige arme Kinder durch die Ferienaktion der vaterländischen Front bei Familien kostenlos untergebracht.

Sept.
Am 2., 3. und 6. September hatte Kogl gelegentlich der Herbstmanöver unseres Bundesheeres, die sich im Raume Judenau-Neulengbach abspielten, Einquartierung. Von den Manövern selbst war in der Nähe des Ortes wenig zu sehen. Untergebracht waren je 1 Tag eine Schwadron des Dragoner-Regimentes Neusiedl am See (ehemalige 15. Dragoner), die Akademieschwadron Wienerneustadt und 1 Kompagnie des 2. Infanterieregimentes Nr. 2 (ehemalige 1=Schützen). –
Wie das Schulhaus, so wurde auch unsere Ortskirche renoviert. Die Kosten wurden durch freiwillige Spenden gedeckt. Die Reparatur war schon sehr notwendig. Das Äußere wurde in gleicher Farbe wie das Schulhaus gehalten. –

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